Kampf gegen Krebs

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Kampf gegen Krebs

Universitätsmedizin forscht an wirkungsvolleren Methoden

Fast eine halbe Million Menschen erkranken jährlich in Deutschland neu an Krebs, über 200.000 sterben daran: Bösartige Neubildungen von Zellen und Gewebe sind hierzulande die zweithäufigste Todesursache. Dank effizienter Früherkennung und neuen, schonenden Behandlungsstrategien können jedoch immer mehr Betroffene geheilt werden – oder zumindest mit ihrer Krankheit noch viele Jahre leben. Die Universitätsklinika leisten hierzu mit modernster, fächerübergreifender Hochleistungsmedizin einen gewichtigen Beitrag.

Das Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs) zählt zu den gefährlichsten Tumorerkrankungen. Nicht einmal jeder zehnte Patient überlebt fünf Jahre mit dieser Diagnose. Ein Problem ist, dass der Krebs zumeist lange unentdeckt bleibt und im fortgeschrittenen Stadium nicht mehr heilbar ist. Ein Forschungsteam der Medizinischen Fakultät am Universitätsklinikum Heidelberg hat herausgefunden, dass sich im Blut der Betroffenen bestimmte Tumorzellpartikel, Exosomen genannt, nachweisen lassen. Dies könnte der Durchbruch für eine frühere Diagnose sein. Die Forscher untersuchen nun, wie es zur Bildung von Tochtergeschwüren kommt, die ebenfalls charakteristisch für Pankreaskarzinome sind.

Krebs bezeichnet die krankhafte Veränderung von Zellen

Mutationen im Erbgut und andere Abweichungen im Zellstoffwechsel führen dazu, dass sie sich häufiger teilen, mobiler sind und schneller wachsen als gesundes Gewebe. Sie nehmen ihre normale Funktion im Organismus nicht mehr wahr und beeinträchtigen die umliegenden Organe, bis hin zu lebensbedrohlichen Funktionsstörungen. Die Ursachen sind vielfältig, nach heutigen Erkenntnissen wirken Gene und Umwelteinflüsse gleichermaßen mit. Krebs ist eigentlich ein Sammelbegriff; über 300 verschiedene Krebsarten sind mittlerweile bekannt und immer weitere Unterformen werden beschrieben. Hierfür gibt es eine Vielzahl an Therapiemöglichkeiten.

 

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