Veranstaltungen: 2015

XI. Innovationskongress der Deutschen Hochschulmedizin e.V. am 01./02. Oktober 2015 in Berlin

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Die Rolle der Hochschulmedizin für den Forschungsstandort Deutschland stand im Mittelpunkt des diesjährigen XI. Innovationskongresses der Deutschen Hochschulmedizin e.V.

Biomedizin gilt als eines der Wachstumsfelder der Zukunft. Deutschland steht dabei in einem intensiven internationalen Wettbewerb. Wie das Land an der Spitze bleibt und welche Rolle dabei die Forschungsförderung des Bundes spielt, erläuterte Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, in seinem Vortrag.

Der Politikblock beschäftigte sich ausführlich mit der aktuellen Krankenhausreform, dem großen gesundheitspolitischen Thema des Jahres. Dabei waren die Einführung finanzierungsrelevanter Qualitätskriterien, die Frage ihrer Messbarkeit sowie die zukünftige Förderung von spezialisierten Zentren die zentralen Themen der Vorträge.

In seiner Keynote Speech ging Prof. Dr. Dr. Andreas Barner, Präsident des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft, auf die Herausforderungen der Deutschen Hochschulmedizin im internationalen Wettbewerb ein. Dabei betonte er die Notwendigkeit steigender Investitionen in den Forschungsstandort Deutschland.

Der mit 10.000 Euro dotierte Innovationspreis der Deutschen Hochschulmedizin e.V. wurde in diesem Jahr Dr. Natalia Zietara und Dr. Daniel Kotlarz von der Ludwig-Maximilians-Universität München verliehen. Ihre prämierte Forschungsarbeit beschäftigt sich mit der translationalen Anwendung von innovativen gendiagnostischen Sequenzierungsverfahren bei primären Immundefekterkrankungen.

Im Anschluss standen wissenschaftliche Fragestellungen zu Innovationen in der Medizin im Fokus. Themen waren hierbei neben der Immuntherapie, neue interventionelle Verfahren und Forschungen zum Einfluss des Mikrobioms auf chronische Krankheiten.

International wettbewerbsfähige medizinische Forschung ist ohne den Einsatz moderner Informationstechnologie nicht mehr möglich. Der zweite Kongresstag widmete sich deshalb den neuen Gesetzen und Initiativen im Bereich der Informationstechnologie und ihren Auswirkungen auf die Hochschulmedizin.

Abschließend diskutierten Vertreter von Krankenkassen, Industrie und der Hochschulmedizin, wie innovative Medizintechnik künftig in die Versorgung kommen soll. Im Mittelpunkt stand hier das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz, das für Hochrisiko-Medizinprodukte künftig eine schnelle Nutzenbewertung fordert. Die Runde diskutierte auch, ob die Universitätsmedizin hier künftig die Rolle von Innovationsnetzwerken übernehmen soll.

In Zusammenarbeit mit dem Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Uniklinika und Medizinischen Hochschulen (VPU) fand parallel eine Veranstaltung zu Themen der Pflege in der universitären Medizin statt.

Gerne stellen wir Ihnen hier die Vorträge der Referenten zur Verfügung.

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