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VUD: Forderungen der Tarifparteien an Uniklinika nicht umsetzbar

"Die Forderung des Marburger Bundes für Ärzte an Uniklinika von 9% Gehaltssteigerung und von 8% durch Verdi für die übrigen Beschäftigten sind für die Unikliniken schlicht nicht tragbar", so stellt VUD-Generalsekretär Rüdiger Strehl nüchtern fest.

"Wir können im Gesundheitswesen diese Kostensteigerungen nicht refinanzieren. Sollten die Forderungen Erfolg haben, wird die Existenz der Uniklinika massiv gefährdet. Bei einem Anteil von zwei Dritteln an den gesamten Kosten im Klinikum fallen die Personalausgaben deutlich ins Gewicht", erklärt Strehl.


"Wir sind im Herbst mit den Angestellten für eine bessere Finanzierung der Krankenhäuser auf die Straße gegangen, doch die Politik hat sich strukturellen Verbesserungen verweigert. Aber das Klinikmanagement kann nicht mehr Geld verteilen, als es durch die Krankenversorgung umsetzen kann. Das Gesundheitswesen wird leider immer noch vorwiegend als Treiber der Lohnnebenkosten gesehen", ergänzt VUD-Vorstand Prof. J. R. Siewert.


Je ein Drittel der Uniklinika machte 2007 Verluste oder hatte ein ausgeglichenes Betriebsergebnis. "Vor diesem Hintergrund werden zu hohe Tarifabschlüsse die Uniklinika und damit letztendlich auch deren Mitarbeiter existenziell gefährden. In der heutigen Zeit sollten die Angestellten neben der Bezahlung auch die Arbeitsplatzsicherheit als einen Faktor sehen. Die Gewerkschaftsforderungen passen nicht in den Abschwung, es wäre falsch und fahrlässig, jetzt darauf einzugehen und damit der Erosion der Wirtschaft Vorschub zu leisten", erklärt Klinikmanager Strehl.

 

Berlin, 16.12.2008


Kontakt:
Kordula Merk
Verband der Universitätsklinika Deutschlands e.V. (VUD)
Alt-Moabit 96
10559 Berlin
Tel.: +49 (0) 30 3940517-23
Fax: +49 (0) 30 3940517-17
Email: merk@uniklinika.de
Website: http://www.uniklinika.de

 

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